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Die Psychologie des Vorurteils: Ein �berblick

Ein weiterer wichtiger Gewinn

Ein zus�tzlicher Gewinn bei der Untersuchung von Zielgruppenperspektiven ist, dass effektive Methoden zur Verminderung von Vorurteilen, Stereotypisierungen und Diskriminierung abgeleitet werden k�nnen. Obwohl viele ForscherInnen dieses Gebiet mit Zur�ckhaltung betreten, um die Aufgabe der Vorurteilsreduzierung nicht von den T�terInnen auf die Opfer zu verschieben, wird doch die F�higkeit, welche die Betroffenen zur Interaktiongestaltung mit Majorit�tsgruppen haben, zunehmend gesch�tzt (Major, Quinton, McCoy, & Schmader, 2000). Jennifer Eberhardt und Susan Fiske (1996) empfehlen zum Beispiel die folgenden Taktiken f�r Angestellte, die gegen sie gerichtete Diskriminierung bei ihrer Arbeit reduzieren m�chten:
  • Versuchen Sie angesichts der Tendenz von Menschen zum kategorischen Denken andere Menschen so zu primen, dass sie Sie in positive Kategorien einstufen (z.B. indem Sie positive Kategorien, wie "gebildet " oder "ManagerIn" bewusst hervorheben).

  • Betonen Sie gemeinsame Ziele, gleiche Schicksale und andere �hnlichkeiten mit Mehrheitsgruppenmitgliedern, so dass sie sich mit Ihnen identifizieren und Sie als Individuum und nicht blo� als stereotypes Outgroup-Mitglied sehen.

  • Erinnern Sie in Gespr�chen, auf Treffen und bei der Firmenpolitik die Mitglieder der Mehrheitsgruppe daran, dass Sie die gleichen Werte, wie Gerechtigkeitssinn, teilen, so dass diese sich dazu angehalten f�hlen, sich ebenfalls gem�� diesen Werten zu verhalten.

  • Loben Sie Mitglieder der Mehrheitsgruppe f�r faires und egalit�res Verhalten, sowohl um ihr Verhalten zu verst�rken als auch um positive Verhaltensstandards zu etablieren.

  • Versuchen Sie m�glichst, Interaktionen mit solchen Mehrheitsgruppenmitgliedern zu vermeiden, deren Neigung zu Vorurteilen und Stereotypisierungen hoch ist, Menschen die gestresst oder abgelenkt sind, die vorher eine Niederlage ihres Selbstwertgef�hls erlitten haben, die sich bedroht oder unsicher f�hlen oder die Anzeichen rigiden Denkens oder hohe soziale Orientierung nach Dominanz aufweisen.

So schrieben Janet Swim und Charles Stangor (1998, S. 6) in ihrem Buch Prejudices: The Target�s Perspektive (Vorurteile: Die Zielgruppenperspektive), dass eine Ber�cksichtigung der Erlebnisse von Zielgruppen nicht nur die Forschungsqualit�t zu Vorurteilen verbessert, sondern dass es "den Betroffenen eine Stimme verleiht, ihre Erfahrungen erkl�rt, bei der Bestimmung ihrer einzigartigen St�rken und Schw�chen hilft und dass dadurch Empathie f�r die Betroffenen in der heutigen Gesellschaft potenziell erh�ht werden kann."


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